Kaum waren die Böller und Raketen in der Silvesternacht abgefeuert, folgten die Löwen aus Frankfurt am 2. und 3. Januar 2019 der Einladung zum 6. Robert Müller Gedächtnis Turnier nach Mannheim. 

Zur Erinnerung, Robert Müller war ein deutscher Eishockey Torwart, der im Verlauf seiner Karriere insgesamt 387 Spiele für Starbulls Rosenheim, Adler Mannheim, Krefeld Pinguine, Füchse Duisburg und Kölner Haie im Verlauf seiner Karriere bestritt. Außerdem absolvierte er insgesamt 127 Länderspiele in zehn Jahren. Robert Müller erlag im Mai 2009 einem Hirntumor und seine Rückennummer (Nr. 80) wurde daraufhin Ligaweit gesperrt.

Gegner am ersten Turniertag waren der Mannheimer ERC2, die Wolfsburg Grizzlys und die Maddogs aus Mannheim. Das Auftaktspiel ging gleich gegen die Gastgeber aus Mannheim und die Löwen Frankfurt hatten sich viel für diese Turnier vorgenommen. Leider mussten sie das erste Spiel mit 4:2 verloren geben. Die Mannschaft hatte viele Konzentrations- und Leichtsinnsfehler gemacht, die über die Spieldauer von 2x20 Minuten vom MERC2 bestraft wurden. 

Im Spiel Nummer 2 ging es dann gleich mit dem nächsten hochkarätigen Gegner, den Grizzlys aus Wolfsburg, weiter. Hier konnten die Löwen diesmal das Ergebnis zu ihren Gunsten umdrehen und gewannen mit 4:2.

Trotz des schlechten Einstiegs ins Turnier hatte man noch alle Chance, am Ende unter die Top 4 zu kommen, wenn man den nächsten Gegner, die Maddogs aus Mannheim, besiegen würde. Das Team unter Head-Coach Jura Junilla kämpfte und versuchte alles, das letzte Vorrundenspiel zu gewinnen, musste sich leider am Schluss mit 3:1 geschlagen geben. 

Somit ging es am zweiten Spieltag um die Platzierungen 5 bis 8 und wie aus den vergangenen Spielen bekannt war, ist das mit dem „frühen Vogel fängt den Wurm“  nicht unbedingt eine Löwen Tugend der U15. Um 8.45 war Anpfiff gegen die zweite Mannschaft der Gastgeber aus Mannheim, den MERC1. Doch die Hausherren zeigten den braven Löwen mit einem klaren 3:10, wer besser ausgeschlafen hatte.  

Nun ging es im letzten Spiel um Alles und man wollte sich nicht mit dem 8. und letzten Platz abfinden. Die Mannschaft legte die gesamte Kraft, Energie und den Kampfgeist in das abschließende Match gegen die Mannschaft der Mechelen Sharks Cold Play aus Belgien. Nun zeigten die Löwen wieder ihre Zähne und spielten Eishockey vom Feinsten. Verdient gewannen sie mit 6:1 das Spiel um den 7. Platz und konnten somit mit einem positiven Erlebnis die Heimreise antreten.  

Es wäre in diesem Turnier durchaus mehr möglich gewesen, aber manchmal soll es einfach nicht sein!