Das mit Spannung erwartete Movember-Derby könnte gut und gerne auch als die Kasseler Wasserspiele in die Geschichtsbücher dieser DNL-Saison eingehen, da die neuen Eismeister im Husky-Revier es doch sehr gut mit dem flüssigen Nass bei der Eisaufbereitung meinten und so zu Beginn der jeweiligen Drittel die Scheibe doch das ein ums andere Mal abrupt stoppte.

Einigen, auch äußerst kurzfristigen, Spielerabsagen geschuldet griff Headcoach Toni Raubal ganz tief in die Taktik-Trickkiste und überraschte nicht zuletzt die spielstarken Gastgeber mit einer Art "Hans-Zach-Gedächtnis-Hockey". Mit dieser defensiven 4-1-Taktik taten sich die Hausherren zunächst sehr schwer und so war es in der 9.Spielminute ein sehenswerter 3 auf 2 Konter, der von Max Weber eingeleitet wurde. Mit einem tollen Diagonalpass zieht Fabian Gebhard rechts ins Drittel der Schlittenhunde und legt mit der Rückhand  mustergültig für David Kinderreit auf der zentral vorm Tor stehend mit einem satten Handgelenkschuss in den rechten Winkel zur Löwenführung einnetzte.

Ein verlorenes Bully in der eigenen Zone kurz vor Ende des 1. Drittels führte zu einer Dreifachchance der Junghuskies bei der der sehr gute Schlussmann Jascha Strobel 2x abwehren konnte aber letztlich beim dritten Versuch des Kasseler Torschützen machtlos war. Somit ging es mit einem verdienten Remis in die erste Pause.

In einer neuerlichen Drangphase der Hausherren war es dann ein gewonnenes Bully im eigenen Drittel welches Captain Benny Stehl ermöglichte einen Traumpass über 40m auf seinen Bruder Frederik Stehl anzubringen, den dieser dann zur neuerlichen Führung nutzen konnte. Doch die Freude währte nur kurz denn postwendend fiel der Ausgleich zum 2:2 als man ohne Druck die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel bekommt und die Gastgeber dieses Geschenk dankend annahmen.

Auch im 3.Drittel sollte sich das gleiche Spielbild abzeichnen, druckvolle Huskies gegen defensiv kämpfende Löwen. Dieses Mal nahmen allerdings die Junglöwen ein Geschenk der Gastgeber an und Max Weber stahl die Scheibe an der blauen Linie im gegnerischen Drittel, setzte sich im eins gegen eins durch und düpierte den Kasseler Schlussmann auf der Fanghandseite zur dritten Führung an diesem Samstagmittag.

In der nun folgenden Drangphase der Huskies entpuppte sich Jascha Strobel wieder einmal als sicherer Rückhalt. Die letzten, schier endlos dauernden, drei Minuten spielten sich ausschließlich im Frankfurter Drittel ab und man überstand unbeschadet eine 4 gegen 6 Unterzahlsituation. Ein letzter Bullygewinn in der eigenen Zone brachte die Scheibe zu Benny Stehl der 1,7 Sekunden vor Schluss per Empty-Net-Goal aus dem eigenen Drittel für den viel umjubelten Auswärtssieg zum 4-2 sorgte.

Mit dieser erfolgreichen Defensivschlacht übergab man die Rote Laterne an die Schlittenhunde und es kommt am kommenden Samstag zum erneuten Duell in Kassel.