Zwar konnte die U16 der Löwen ihr letztes Saisonspiel am vergangenen Wochenende in Dortmund nach einem „wilden“ Spiel mit 9:8 für sich entscheiden, doch nutzte das alles nichts mehr: Die Chance, in diesem Jahr um den Aufstieg in die Schüler-Bundesliga zu spielen, wurde spätestens mit dem schwachen Auftritt in Ratingen vor ein paar Wochen vergeigt. Dass das noch ausstehende Heimspiel gegen Duisburg, das wir seinerzeit krankheitsbedingt absagen mussten, vom Verband für Duisburg gewertet wurde, hatte keinen Einfluss mehr. Herford ist verdient Meister und spielt nunmehr mit dem Meister der Regionalligen Nord und Ost sowie Bad Nauheim als Letztem der Schüler-Bundesliga um den einen freien Platz in der Saison 2018/19.

Neuer Anlauf also im nächsten Jahr und Zeit für einen kurzen Saisonrückblick: Insgesamt leiden die Schüler darunter, dass die Jahrgänge 2002 und 2003 zahlenmäßig recht schwach besetzt sind. Damit fehlt in den Spielen oft die Möglichkeit, stärkeren Druck auf gegnerische Teams auszuüben. Für einen Aufstieg in die Bundesliga wäre das ohnehin noch ein Thema geworden, denn dort ist die Mindest-Antrittsstärke bei jedem Spiel 15 Feldspieler plus zwei Torhüter. Zudem gibt es – als Vater von Spielern in mehreren Jahrgängen darf ich mir dieses Urteil erlauben – wohl keine Spieler, bei denen heute erkennbar wäre, dass sie Potenzial für eine DEL2-Karriere mitbringen. Damit fehlen von der Torhüterposition bis hin zum Sturm Einzelspieler, die mal eine schwächere Mannschaftsleistung einfach ausbügeln könnten. Die Spieler sind allerdings allesamt wirklich bemüht und willens, bis an ihre persönliche Leistungsgrenze zu gehen. Das ist stark.

Als positives Beispiel sei hier einmal Torhüterin Felicitas Gaigl genannt, die erst spät mit dem Eishockeysport begann und an guten Tagen auch die „Unhaltbaren“ entschärfen kann. Ein Blick in die Statistik zeigt aber auch, dass die Gegentrefferquote mit 4,32 pro Spiel schlicht noch zu hoch ist, um „alleine“ Spiele für die Mannschaft gewinnen zu können. Zum Vergleich: Die Goalies der vor den Löwen platzierten Teams kassierten weniger als drei Gegentore pro Spiel. Dennoch: „Hut ab!“ für Felicitas, die auf dem Eis und auch außerhalb vorbildlich agiert. Ein schöner Erfolg für die Löwen ist auch, dass Florian Fichtner mit 50 Scorerpunkten (23 Tore und 27 Assists in 16 Spielen) punktgleich mit dem Topscorer aus Herford in dieser Saison Rang 2 der Scorerliste der Regionalliga West belegen konnte. Nicht ganz so positiv fällt die Strafzeitenbilanz der Löwen aus: Mit 17,44 Strafminuten pro Spiel ist es schwer, ganz vorne mitzuspielen. Auf der Strafbank sind noch selten Tore erzielt worden.

Freuen wir uns dennoch auf die neue Saison. Vielleicht findet der eine oder andere verlorene Sohn (gerne auch Tochter) zurück nach Frankfurt und will dabei helfen, die Mission Aufstieg im nächsten Jahr zu schaffen. Das Potenzial dazu ist in der Mannschaft sicher vorhanden, bei einem normalen Saisonverlauf ohne nennenswerte Ausfälle sollte es möglich sein, die neue U17-Liga 2018/19 zu gewinnen. Das muss das Ziel sein. Da die DNL2-Mannschaft der Löwen zudem den Klassenerhalt in dieser Saison geschafft hat, gibt es auch weiterhin attraktive Perspektiven, in den älteren Jahrgängen des Nachwuchsbereiches der Löwen Frankfurt Eishockey zu spielen. Auf geht’s Löwen!