Am Samstag erfüllte die Mannschaft um Trainer Bob Kratochvil ihre Pflichtaufgabe gegen den Tabellenvorletzten der Regionalliga NRW, die Spielgemeinschaft TuS Wiehl/Aachener EC, trotz des Fehlens einiger Stammspieler mit einem souveränen 14:0 Erfolg. Es war kein rauschendes Fest, dafür war die Überlegenheit der Löwen einfach zu groß. Im Tor der Löwen stand Josh Bauer mit einem Shutout.

Torschützen: Jonathan Lorei, Lukas Giebner und Sebestyan Csata (je 3); Florian Fichtner (2); Julian Gögele, Justus Glatzel und Devon Ricchetta (je 1)

Am Sonntag dann ein vorentscheidendes Spiel um die Meisterschaft und die Teilnahme an der Aufstiegsrunde gegen den Herforder EV, gegen den man drei Wochen zuvor eine unglückliche 3:4 Niederlage in Herford kassiert hatte. Es ging auch gleich gut los. In der zweiten Spielminute wird Lukas Giebner von Florian Fichtner und Jonathan Lorei bedient – 1:0 für Frankfurt. Doch quasi im Gegenzug bereits der Herforder Ausgleich zum 1:1. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels dann Spiel auf ein Tor, und zwar das Tor der Gäste – doch die Ostwestfalen haben das Glück des Tüchtigen und können auch aufgrund einer guten Torhüterleistung die Führung der Löwen abwenden. Im Gegenteil, mit zwei weiteren Treffern und somit drei Toren aus kaum mehr als drei Chancen unter tätiger Mithilfe des gesamten Löwenrudels liegt der Herforder EV am Ende des ersten Spielabschnitts mit 1:3 in Führung. Frust.

Trainer Kratochvil entschließt sich zu Beginn des Mitteldrittels, der Mannschaft mit einem Torhüterwechsel ein Signal zu geben. Felicitas Gaigl, die in vielen Spielen den Unterschied machen konnte, geht aus dem Kasten, Luis-Luca Böttner kommt hinein. Durch diese Maßnahme stabilisiert sich das Defensivverhalten der Löwen, ohne dass jedoch im Sturm zunächst Zählbares herausspringt. Wie auch, wenn die Löwen gefühlt das komplette zweite Drittel in Unterzahl bestreiten müssen?! Zu viele dusselige Fouls lassen Herford mit der unveränderten Führung von 1:3 ins letzte Drittel gehen. Irgendwie hatte man nicht das Gefühl, dass heute was geht. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mit erkennbarem Siegeswillen und viel disziplinierter als zuvor geht die Mannschaft in das letzte Drittel. Und prompt fällt der Anschlusstreffer zum 2:3 in der 44. Minute. Per wunderschöner Kombination bedienen Nikolas Junnila und Sebestyan Csata den Torschützen Justus Glatzel, der sicher einschiebt. Eine Minute später dann der Ausgleich, als Jannik Kaus auf Lukas Giebner passt, der abzieht und den Abpraller schießt Florian Fichtner in den Winkel zum 3:3 Ausgleich. In der 50. Minute dann nach fünf Minuten hart umkämpfter Scheiben der erlösende Treffer zum 4:3, vielleicht das schönste Tor des Tages durch Jonathan Lorei auf Zuspiel von Jannik Kaus und Joshua Römer.

Danach gibt es eine Matchstrafe gegen Herford nach einem Kopfstoß, von der sich Herford letztlich nicht mehr wirklich erholt. Keine heftige Aktion, aber die ausgesprochene Strafe ist regelkonform. Mit Glück und Siegeswillen bleibt Frankfurt vorne und feiert am Ende den Sieg und den Ausbau der Tabellenführung mit allen Chancen, die Aufstiegsspiele bereits am kommenden Sonntag gegen das Tabellenschlusslicht Eisadler Dortmund klarzumachen. Allerdings kommt Hochmut bekanntlich vor dem Fall – dementsprechend konzentriert muss auch diese Aufgabe erst einmal gelöst werden.

Statistik des Spiels:

Tore: Jonathan Lorei (2), Justus Glatzel und Florian Fichtner (je 1)

Strafminuten: Löwen Frankfurt 16, Herforder EV 8 (plus Matchstrafe)