Am Sonntag konnte die U17 der Löwen Frankfurt ihr erstes und wichtigstes Saisonziel erreichen. Durch einen mühevoll erarbeiteten 9:2 Erfolg gegen das Tabellenschlusslicht Eisadler Dortmund (eine Sekunde vor Ende des zweiten Drittels stand es noch unentschieden 2:2) ist dem Team von Trainer Bob Kratochvil die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bundesliga (korrekt: zur U 17 Division II Nord) nicht mehr zu nehmen. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team, das aufgrund zahlreicher Ausfälle durch Krankheiten oder Verletzungen ersatzgeschwächt antreten musste.

Allerdings war es im Grunde genommen während der gesamten 60 Spielminuten ein Spiel auf ein Tor – nur dass die Löwen aus ihren Chancen und Großchancen zunächst fast nichts machten. Im Gegenteil: Die Eisadler ackerten und rackerten mit dem Glück des Tüchtigen und gingen sogar 0:1 in Führung. Leon Werner aber glich in der 12. Minute verdientermaßen auf Zuspiel von Sebestyan Csata aus. Pause beim Stand von 1:1.

Im Mitteldrittel erzielte dann Sebestyan Csata seinerseits auf Zuspiel von Leon Werner und Maximilian Heuser die erstmalige Führung der Löwen. Jetzt sollte es doch laufen. Aber nein: Die Eisadler erzielten das Tor des Tages mit einer Direktabnahme, mit dem Rücken schräg zum Tor stehend, die in die Kategorie „Extraklasse mit einer Großraumladung Glück“ einzuordnen ist. Einfach traumhaft, abgesehen davon, dass das Tor auf der „falschen“ Seite fiel. Bis eine Sekunde vor Schluss des zweiten Drittels stand es unentschieden, ehe Lukas Giebner endlich, endlich mit einem Hammer nach Zuspiel von Sebestyan Csata und Joshua Römer traf. 3:2 Führung zur Pause.

Im letzten Drittel dann konnten die Westfalen nicht mehr mithalten, und die Löwen erzielten einen Treffer nach dem anderen. Max Heuser durfte sich auf Zuspiel von Niclas Kaus genauso in die Torschützenliste eintragen wie Eric Motisan, der sogar zwei Treffer innerhalb von 12 Sekunden erzielte. Assists für seine Tore sammelten zweimal Joshua Römer und einmal Julian Gögele. Zuvor hatte Leon Werner wiederum auf Pass von Sebestyan Csata einen weiteren Treffer markiert. Mit den Schlusspunkten zum 8. und 9. Treffer bedienten sich Leon und Sebestyan noch einmal gegenseitig, zudem konnte Joshua Römer einen weiteren Assist für sich verbuchen.

Am Ende ein klarer Sieg in einem überaus fairen Spiel, wenn auch lange Zeit sehr mühsam und ohne spielerischen Glanz erkämpft. Allerdings ist Eishockey auch ein Ergebnissport. Und das Ergebnis ist in diesem Fall, dass die Löwen um den Aufstieg spielen und immer noch alle Chancen haben, auch die Meisterschaft in der NRW U17 Regionalliga zu gewinnen. Prima – Hut ab! Den Abend genoss das Team dann in einem Restaurant des Vereinssponsors Maredo beim gemeinsamen Abendessen, das hatte man sich kurz vor Ende der Hauptrunde dann auch redlich verdient. Das letzte Saisonspiel vor den Aufstiegsspielen folgt dann am kommenden Samstag (9.3.) zuhause gegen den Neusser EV.

Statistik des Spiels:

Tore: Leon Werner (3), Sebestyan Csata und Eric Motisan (je 2), Lukas Giebner und Maximilian Heuser (je 1)

Strafminuten: Löwen Frankfurt 2, Eisadler Dortmund 8