Lange hat es gedauert! Umso größer war die Freude am Sonntagabend in Lauterbach. Aber der Reihe nach. Zuerst stand das schwere Auswärtsspiel bei der EG Diez-Limburg auf dem Programm. Mit einem gut besetzten Kader wollte man zum Erfolg kommen. So trat man mit 19 Mann an.

Im 1. Drittel wurde man jedoch früh kalt erwischt. Die Rockets gingen bereits in der 5. Minute in Führung. Tim Ansink fasste sich ein Herz und glich bei seinem ehemaligen Club zum 1:1 aus. Hinter dem Tor stehend überraschte er den Rockets Torhüter Constantin Schönfelder und gab den Löwen Grund zum Jubeln. Die Löwen machten ihre Sache im Anschluss gut und kamen immer wieder zu Möglichkeiten, die allerdings allesamt ungenutzt blieben. Auf der Gegenseite machte Janis Wagner in seinem ersten Spiel für die Löwen einen hervorragenden Job und verhinderte die Rockets Führung. In der 15. Minute musste sich dann auch Wagner geschlagen gegeben. Mit dem 2:1 ging es in die Pause.

Im 2. Drittel sah man bis zur 30. Spielminute eine ausgeglichene Partie, dann schlichen sich allerdings viele individuelle Fehler auf Seiten der Löwen ein, die durch die Rockets prompt bestraft wurden. So schossen die Rockets bis zur Pause eine 4:1 Führung heraus. Hill und Firsanov waren die Torschützen. Viel vorgenommen hatten sich die Löwen von Bob Kratochvil für das letzte Drittel. Allerdings kam man nicht mehr zwingend genug zum Abschluss, sodass die Rockets bis auf 7:1 davonziehen konnten. Die Löwen luden durch individuelle Fehler weiter ein und die Rockets sagten „Danke“.

Am Sonntagabend in Lauterbach starteten die Löwen erneut gut in die Partie und trafen durch Marcel Rost bereits in der 1. Spielminute. Dass die Löwen viel vor hatten untermauerte Jere Vuorihuhta mit seinem Premierentor für die Löwen in der 5. Spielminute. Die Führung gab Sicherheit und so kontrollierte man das Spiel bis zur Pause. Ärgerlich war, dass man die zahlreichen Chancen für eine höhere Führung nicht nutzen konnte. Dies sollte sich rächen.

Im 2. Drittel verloren die Löwen ein wenig den Faden und die Luchse kamen besser ins Spiel und hatten nun mehrere gute Einschussmöglichkeiten. In der 24. Spielminute fiel der Anschlusstreffer durch Knieling. Janis Wagner rettete im Anschluss ein ums andere Mal in höchster Not und bewahrte die Löwen vor dem Ausgleich. In der 37. Spielminute war es dann doch soweit und Reiner konnte für die Luchse ausgleichen. Wieder war es ein individueller Fehler, der den Gegner zum Tore schießen einlud.

Im letzten Drittel warf man noch einmal alles auf das Eis um zum Erfolg nach 60 Minuten zu kommen. Allerdings gelang dies trotz mehrfacher Überzahl und hochkarätigen Chancen nicht. Die Folge war die Overtime in der es bis 11 Sekunden vor Schluss dauerte ehe David Lademann die Löwen erlöste und sich eine große Jubeltraube auf der Löwenbank bildete. Ex-Löwe Daniel Schindler saß auf der Strafbank als Lademann sich ein Herz fasste und zum Sieg einnetzte. Die Erleichterung war allen anzuspüren. Was hatte man in den letzten Wochen nicht alles probiert um zum Erfolg zu kommen.