Am vergangenen Wochenende hätte das Programm für unsere U13 kaum schwerer sein können. Sowohl Samstag als auch Sonntag gastierte der ungeschlagene Tabellenführer und designierte Meister aus Krefeld in der heimischen Eissporthalle am Ratsweg. Doch so viel sei vorweggenommen, wer dachte, dass die Löwen hier chancenlos waren, musste sich (leider) eines Besseren belehren lassen.

Das erste Spiel am Samstag begann aus Löwensicht perfekt. Bereits in der 3. Minute konnten sie in Führung gehen. Allerdings hatte der KEV bereits 2 Minuten später die passende Antwort – Ausgleich. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Krefeld spielerisch sicher stärker war. Die Löwen machten dies aber mit Einsatzwille und Laufbereitschaft wett. Daraus resultierte, dass bis zur 2. Drittelpause keine weiteren Treffer vielen, obwohl unsere Mannschaft im zweiten Spielabschnitt einige Überzahlsituationen zugesprochen bekam.

Im Schlussdrittel zeigte sich das gleiche Bild, Chancen auf beiden Seiten, aber keine Tore – bis zur 49. Minute, in der unsere Mannschaft mit 2:1 in Führung gehen konnte. Die Zeit verstrich, die große Überraschung lag in der Luft – noch 9,8, 7 Minuten! Dann in der 55. Minute der Ausgleich für die Seidenstädter. Jetzt galt es zumindest das Unentschieden festzuhalten. Die jungen Löwen kämpften bis zum Schluss und wurden mit einem Punkt belohnt. Dieser Punkt bedeutete für Krefeld den vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft, wie letzte Saison auch in Frankfurt. Aber diesmal lieferten die Löwen ein großes Spiel ab und boten den Pinguinen bis zum Schluss die Stirn. Nun hieß es schnell nach Hause und gut regenerieren für den nächsten Tag.

Um 11:30 Uhr am Sonntag sollte das nächste Duell mit dem neuen Meister anstehen. Das Spiel begannen die Löwen nervös und unsicher. Nach zwei Wechseln stabilisierte sich die Mannschaft aber und kam besser ins Spiel. Genau in diese Phase hinein kam dann der Führungstreffer für den KEV (11. Minute). Doch hier sollte es eine Parallele zum 1. Spiel geben. 61 Sekunden später folgte die Antwort der Raubkatzen – 1:1! Man merkte der Mannschaft aber sichtlich an, dass das Spiel am Vortag viel Kraft gekostet hat. Dennoch konnte man das Unentschieden bis zur 1. Pause verteidigen. Im Mitteldrittel wurde Krefeld immer stärker. Die Löwen schafften es nur selten sich richtig zu befreien. So fiel in der 29. Minute der Führungstreffer für die Gäste. Diese blieben am Drücker und konnten in der 35. Minute gar auf 3:1 erhöhen. Die Kraft der Löwen schien nicht zu reichen, auch wenn in der 36. Minute ein Sonntagsschuss in den Winkel die Gastgeber wieder heranbrachte. 2:3 aus Sicht der Löwen zur Pause, durchatmen, sammeln und nochmal alles geben. Sah es im 2. Drittel noch ganz danach aus, dass die Kraft schwand, mobilisierte unser Team noch einmal alles, um sich gegen die Niederlage zu stemmen. Als die Löwen in diesem Spiel zum ersten Mal in Überzahl agieren durften, bissen sie auch zu – Ausgleich zum 3:3 in der 46. Minute. Ging da doch noch was?

Kurz drauf wieder eine Strafe für die Gäste, aber diesmal kein Treffer für die Gastgeber, die trotzdem nochmal alles nach vorne warfen. Und in der 49. Minute gingen unsere Löwen zum ersten Mal in Führung. Was war denn hier auf einmal los? 4:3 in Führung, noch gut 10 Minuten – Erinnerungen an das Spiel von gestern wurden wach.

Die Pinguine starteten noch einmal einen Sturmlauf, wollten unbedingt den Ausgleich. Doch die Löwen hielten dagegen. Auch die Herausnahme des Goalies für einen sechsten Feldspieler brachte Krefeld keinen Erfolg. Unglaublich aber wahr – unsere U13 brachte die Führung über die Zeit und feierte ihren ersten Sieg über Krefeld, für die es die erste Saisonniederlage überhaupt war.

Fazit:

Wer am Wochenende beide Spiele gesehen hat, hat 2 hervorragende Eishockeyspiele auf Augenhöhe gesehen. Sicher hier und da mit Vorteilen für den KEV, aber eine Löwen-Mannschaft, die läuferisch und kämpferisch auf der Höhe war und es somit den Gästen äußerst schwer machte. Hier sei einmal die Arbeit unseres Coaches Stanislav Fatyka erwähnt. In seinem ersten Spiel als Coach für die Löwen (auch gegen Krefeld) gab es noch eine deutliche 20:1-Niederlage. Und das waren die üblichen Ergebnisse zu dieser Zeit. Aber er hat es geschafft die Spielerinnen und Spieler Stück für Stück besser zu machen und an das Niveau der NRW Regionalliga A heranzuführen.

Mit Erfolg, wie man an diesem Wochenende deutlich gesehen hat – 3 von 4 möglichen Punkten gegen den Meister und bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Krefeld – good Job! An dieser Stelle auch noch mal Glückwunsch nach Krefeld zum Gewinn der Meisterschaft! Für die U13 geht es im weiteren Verlauf des März noch einmal rund. Noch ganze 6 Spiele in der Regionalliga A und 2 im Hessenpokal stehen auf dem Programm – Ausgang offen!