Zum ersten Spielwochenende ging es für die U20 der Löwen am frühen Samstagmorgen zu den Crocodiles Hamburg, einem der Aufsteiger in die DNL Division III Nord. Mit zwei Siegen und der bestmöglichen Ausbeute von sechs Punkten trafen die Jungs von Trainer Jan Barta am späten Sonntagabend wieder in Frankfurt ein.

Aller Anfang ist schwer. Sehr schwer. Wenig lief zusammen in der ersten Begegnung, obwohl Jonas Hochmüller bereits in der 6. Spielminute ein Überzahlspiel eiskalt zur Löwen-Führung ausnutzte, als er freistehend den Hamburger Goalie vernaschte. Die Crocodiles schlugen jedoch kurz vor der ersten Drittelpause noch zurück. Danach quälte sich die Partie durch das gesamte zweite Drittel. Wenige klare Spielzüge waren in dem qualitativ recht guten Livestream aus dem Eisland Hamburg-Farmsen erkennbar. Zum – wie es so schön heißt – psychologisch günstigen Zeitpunkt wenige Sekunden vor Ende des Mitteldrittels fand allerdings Lukas Giebner die Lücke und zimmerte die Hartgummischeibe von der blauen Linie in die Maschen. Es sollte das letzte Tor und damit der Siegtreffer zum 2:1 für die Löwen an diesem Abend sein. Ein klassischer Arbeitssieg.

Der frühe Morgenspaziergang im schattigen Hamburg am Sonntag verfehlte seine Wirkung nicht und setzte geahnte Kräfte und Fähigkeiten frei, die am Vorabend noch verborgen geblieben waren. Die morgendliche Frisch(e)kur sorgte sofort für ein ganz anderes Tempo auf dem Eis und erkennbar größeren Torhunger. Jetzt zeigte sich ein Klassenunterschied. Bereits in der 7. Spielminute gab es den Doppelschlag durch Max Weber und Jonas Hochmüller, der den Hanseaten unmissverständlich signalisierte, dass die Trauben für sie heute zu hoch hingen.

Die Sportskameraden Niclas Kaus, Sebestyan Csata und noch einmal Jonas Hochmüller schraubten das Ergebnis dann bis zur 17. Minute auf 5:0 für die Löwen und machten früh den Sack zu. Zwar kamen die Crocodiles noch einmal auf 1:5 kurz vor Ende des ersten Drittels heran, aber wenn‘s läuft, dann läuft’s. Florian Fichtner mit zwei Treffern, noch einmal Jonas Hochmüller und Sebestyan Csata trafen zum Zwischenstand von 1:9 vor Beginn des letzten Drittels. Sebestyan Csata hatte dann noch ein drittes Mal Lust, bevor die Crocodiles kurz vor Schluss zum 2:10 Endstand trafen.

Marius Block im Tor bot eine prima Leistung über fünf Drittel hinweg, und auch der zweite Torhüter Jan Hak machte seine Sache gut. Am kommenden Wochenende haben die Löwen ihre ersten beiden Heimspiele und dabei den zweiten Aufsteiger REV Bremerhaven zu Gast in der Eissporthalle. Diese ist allerdings für Besucher außerhalb des unmittelbaren Umfeldes der Mannschaften aktuell noch nicht zugänglich.