Mit einem 3:0 Erfolg beim EV Duisburg überraschte die U17 unter ihrem neuen Trainer Jan Barta in ihrem ersten Spiel in der DEB U17 Division II Nord. Garant für den Shut-out waren Torhüter Oliver Reichert und eine geschlossene Defensivarbeit. Vorne trafen Felix Seiz, Florian Fichtner und Bogdan Pushkar.

Der EV Duisburg gehört seit Jahren zu den etablierten Teams der Bundesliga und spielte letzte Saison bis zum letzten Spieltag sogar noch um den Aufstieg in die Division I. Allerdings war der letztjährige Erfolg getragen vom Jahrgang 2002, der diese Saison nicht mehr U17 spielen kann. Die Karten werden jährlich neu gemischt. Dennoch hielt sich die Erwartung der zahlreich mitgereisten Löwen-Fans in Grenzen. Was sollte der Aufsteiger beim Favoriten holen können?

Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Eis. Von der ersten Minute an übernahmen die Löwen das Kommando und zeigten durch Körpersprache und schon in vielen Situationen taktisch exzellentes Verhalten, dass sie nicht gewillt waren, im ersten Bundesligaspiel klein beizugeben. Im Gegenteil: Über die ganze Spielzeit waren die Löwen das bessere, tonangebende Team, während die Gastgeber kaum einmal gefährlich vor das Gehäuse von Oliver Reichert kamen. Folgerichtig gingen die Löwen durch einen Treffer von Felix Seiz, zugegebenermaßen unter tatkräftiger Mithilfe eines Duisburger Verteidigers, in der zweiten Spielminute verdient in Führung.

Der Spielstand hatte fast das gesamte erste Drittel hindurch Bestand, bis Jonathan Lorei von der eigenen roten Linie einen wunderbaren Pass auf Florian Fichtner spielte, der per Handstopp die Scheibe annahm und sich durchtankte, um halbhoch links einzunetzen. Das war bereits in der 20. Minute, also zum „psychologisch günstigen Zeitpunkt“. Pausenstand 2:0.

Auch im Mitteldrittel hatten die Löwen deutlich mehr Scheibenbesitz und die Abwehr stand sicher. Was dennoch durchkam, wurde von Oliver Reichert teilweise in Baseball-Catcher-Manier pariert. Der Sturm allerdings vermochte es nicht, aus der Feldüberlegenheit Tore zu erzielen. Taktisch allerdings erkannte man bereits die Handschrift von Jan Barta, der das Team hervorragend auf den Gegner einstellte. Es blieb allerdings beim 2:0 auch nach dem zweiten Drittel.

Im Schlussabschnitt gab es zu Beginn dann zwei/drei Gelegenheiten der Duisburger, die aber letztlich ohne Erfolg blieben und das gute Gefühl der Gäste nicht berühren konnten, dass hier heute nichts mehr anbrennen würde. Spätestens mit dem Treffer von Bogdan Pushkar, der nach Zuspiel von Alex Wagner und Eric Motisan die Scheibe über die Linie drückte, war das Ding gelaufen und die ersten drei Punkte in der Meisterschaft im Säckchen der Löwen. Wer hätte das gedacht? Am kommenden Samstag geht es zum Ligafavoriten aus Weißwasser, der letzte Saison überraschend aus Division I abgestiegen war. Dort hängen die Trauben hoch, vermutlich vielleicht zu hoch, aber nach den ersten guten Eindrücken aus Duisburg lassen wir uns gerne vom Gegenteil überraschen.