Nach 1.140 KM und 15 Stunden Busfahrt kam unsere U17 am Wochenende aus Weißwasser zurück, gespielt wurde bei den Lausitzer Füchsen. Auch hier durfte man gespannt sein, wie sich unserer Spieler beim letztjährigen Teilnehmer der DEB Division 1 Nord schlagen würde.

Von Anfang an war ein hohes Tempo im Spiel und man merkte gleich, dass hier eine andere Leistung als die Woche zuvor in Duisburg abgerufen werden musste. Zumal die U17 leicht ersatzgeschwächt mit nur 12 Feldspielern und 2 Torhütern die lange Reise auf sich genommen hatte. Dies bedeutete für unsere Center und für unsere Verteidigung viel Eiszeit und wenig Pausen, was aber von allen sehr gut gemeistert wurde.

Zu aller Verwunderung führte die U17 nach dem 1. Drittel verdient mit 2:0. Ab dem 2. Drittel merkte man den Füchsen aber an, dass sie das Spiel noch nicht aus der Hand gegeben hatten und sie erhöhten das Tempo und auch die Härte. Deutlich wurde dies unter anderem durch eine kleine Auseinandersetzung vor unserem Tor, welche für uns unverständlicherweise mit zwei mal zwei Strafminuten für die Löwen geahndet wurde. Das zweite Drittel endete mit einer 2:1-Führung für unsere Löwen.

Vor Beginn des letzten Drittels zog unser Trainer Jan Barta alle Register der Trainer-Kunst und baute unsere Mannschaft durch eine Brandrede neu auf. Er motivierte unsere Spieler ihre letzten Kraftreserven aus sich raus zu holen und weiter als Mannschaft zu kämpfen. Nach einem kurzen Rückschlag im letzten Drittel zum Ausgleich, konnten wir jedoch erneut zum Stand von 3:2 in Führung gehen. Es schien nun so, als ob der Druck der Lausitzer immer stärker wurde. Den Füchsen gelang der Ausgleich kurz vor Schluss und man durfte auf die Reaktion der Frankfurter gespannt sein. Allerdings gelang unserer Mannschaft kein Führungstreffer mehr, dennoch wurde aber in einer sehr starken Abwehrschlacht ebenfalls ein weiteres Gegentor verhindert.

Auch das Penaltyschießen war an Spannung nicht zu überbieten. Obwohl unserem Schütze Nikolas Junnila ein Tor aberkannt wurde, konnte der gleiche Schütze mit dem vierten Penalty den Sieg und die Punkte nach Hause bringen. Was eine Freude, die Mannschaft kämpfte zusammen und konnte sich gegen den immer stärker gewordenen Druck des Gegners durchsetzen.

Insgesamt auffällig war der gute Mannschaftszusammenhalt, eine gute Powerplaybilanz von 50%, einen gut aufgelegten Torwart, der im Penaltyschießen nicht bezwungen werden konnte und eine starke Abwehrleistung die dem Gegner das Tore schießen schwer machte.

 

Statistik:

1:0 (+1) Fichtner, Motisan (A)

2-0 (EQ) Tarasenko, Junilla (A)

3-2 (+1) Junnila, Motisan (A), Schweitzer (A)

4-3 (P) Junnila

Strafzeiten: ES Weißwasser 8 Minuten, Löwen Frankfurt 8 Minuten