Am Samstagnachmittag zeigten sich die Löwen in Erfurt stark verbessert gegenüber der ersten Begegnung in Thüringen, mussten aber dennoch eine nicht verdiente 2:5 Niederlage einstecken. Sonntag lief es dann auch ergebnismäßig „rund“. Nach dem zähen 1:0 Erfolg im ersten Heimspiel gegen Duisburg bezwangen die Löwen die Gäste aus dem Rheinland diesmal glatt mit 7:0.

Am Samstag hingen die Trauben längst nicht so hoch, wie es die Niederlage von 2:5 beim EHC Erfurt vermuten ließe. Eine sehr einseitige Schiedsrichterleistung sorgte für hohe Verunsicherung bei den Löwen. Dem ausgeglichenen Spiel konnte auf diese Weise schlichtweg kein ausgeglichenes Ergebnis folgen. Man darf gespannt sein, wie die verbleibenden Saisonspiele gegen diesen guten und fairen Gegner aus Thüringen bei guter Leistung aller Akteure auf dem Eis in Frankfurt verlaufen werden. Beide Tore für die Löwen erzielte Florian Fichtner. Alle Mannschaftsteile, vom Goalie bis zum Sturm, zeigten eine ansprechende Leistung nach der langen Pflichtspielpause von vier Wochen.

Sonntagnachmittag fand dann in Frankfurt die dritte Begegnung gegen Tabellenschlusslicht EV Duisburg statt. Wie zuvor beim denkbar knappen 1:0 Heimerfolg im Oktober tat sich das Team um Trainer Jan Barta zunächst schwer, den gut gestaffelten Abwehrriegel der Rheinländer zu knacken. Und was die Duisburger Abwehr doch zuließ, wurde wie im Oktober von der glänzenden Duisburger Torfrau entschärft. Leider verletzte sich die junge Dame nach einem unglücklichen Zusammenprall, so dass sie zu Beginn des zweiten Drittels nicht mehr auf’s Eis kam. Der kalt ins Spiel geworfene zweite Torhüter wurde dann bei einem der ersten Angriffe im Mitteldrittel von seinen Vorderleuten im Stich gelassen und musste in der 24. Minute zum ersten Mal hinter sich greifen. Torschütze war Nikolas Junnila auf Vorarbeit von Florian Fichtner und Devon Richetta. Damit war das Eis gebrochen (wobei man mit dieser Aussage in Bezug auf die Außenfläche der Frankfurter Eissporthalle ja keine Scherze machen sollte…).

In der 25. Minute verwandelte dann Alex Wagner ein Zuspiel von Eric Motisan zum 2:0. Duisburg war jetzt aus der Bahn. Gleich im Anschluss fälschte Florian Fichtner einen wuchtigen Schlagschuss von der blauen Linie von Niklas Schweitzer zum 3:0 ab. Sowas wird sicher im Training oft geübt, aber im Spiel ließ der Erfolg bislang weitgehend auf sich warten. Das 4:0 dann noch vor der zweiten Pause – Duisburg klebte das Pech an den Schlägern – durch Devon Richetta, der von der Strafbank zurück auf das Eis kam und von Bogdan Pushkar mustergültig bedient wurde und die Scheibe halbhoch einnetzte.

Im letzten Drittel wurden per „Dreierschlag“ in der 45. bzw. 46. Minute dann letzte Zweifel am Frankfurter Erfolg beseitigt. Zuerst traf Bogdan Pushkar schlitzohrig nach Zuspiel von Nikolas Junnila zum 5:0, als er dem Torhüter der Füchse die Scheibe bewusst von hinter der Grundlinie an den Rücken schoss, von wo aus sie ins Tor trudelte. Dann – als sich die Füchse noch fragten, wie die Scheibe überhaupt ins Tor gehen konnte – nahm Florian Fichtner ein Zuspiel von Niklas Schweitzer und Jonathan Lorei auf und erzielte nur 12 Sekunden nach dem 5:0 per Rückhandschlenzer das 6:0. Und eine gute Minute später dann der Schlusspunkt durch den Treffer von Eric Motisan, der sich bei Bogdan Pushkar und Devon Richetta für das freundliche Zuspiel bedankte. Shut-out für den sicher agierenden Tim Schweitzer im Löwengehäuse, herzlichen Glückwunsch.

Insgesamt haben sich die Löwen nach einem Viertel ihrer Saison ein gutes Polster im Kampf gegen den Abstieg erarbeitet. Zum Abstiegsplatz sind es mittlerweile 17 Punkte Abstand bei drei Spielen weniger als die unmittelbare Konkurrenz. Aktuell sind die Löwen auf Tabellenplatz 4, und am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Hamburg wird sich zeigen, ob die Tendenz sogar noch weiter nach oben gehen oder auf diesem Niveau stabilisiert werden kann.

Statistik des Wochenendes:

Tore: Florian Fichtner (4), Nikolas Junnila, Alex Wagner, Devon Richetta, Bogdan Pushkar und Eric Motisan (je 1) 

Strafminuten: EHC Erfurt 10, Löwen Frankfurt 24 sowie Löwen Frankfurt 20 plus 10, EV Duisburg 16