Am Wochenende empfing die U17 den ESV 03 Chemnitz zu zwei Spielen auf heimischem Eis. Es kam mit 8:3 am Samstag und 9:3 am Sonntag letztlich zu klaren Siegen gegen den Tabellenvorletzten aus Sachsen. In beiden Partien allerdings dauerte es seine Zeit, bis die Löwen sich entscheidend absetzen konnten.

Samstagabend, 17:30 Uhr, feucht und kalt – willkommen auf der Außenfläche. Immerhin gab es vorab ein Spiel der U13 und so waren die Plexiglasscheiben bereits für die Zuschauer durchsichtig genug, um ein munteres Spielchen anzuschauen. Allerdings ein Spiel mit sehr zähem Beginn.

Bis zur 24. Minute gingen die Sachsen dreimal in Führung, bevor Frankfurt jeweils ausgleichen konnte. Florian Fichtner egalisierte für die Löwen zweimal, und als danach auch Alex Wagner doppelt zulangte, war die erste Führung der Löwen in der 36. Minute perfekt. Nach dem 4:3 wankten die Sachsen und mussten bis zum Schluss des Mitteldrittels so noch drei weitere Gegentreffer durch Florian, Nikolas Junnila und Bogdan Pushkar einstecken.

Mit dem 8:3 gleich zu Beginn des Schlussabschnitts erzielte Jonathan Lorei das hochverdiente Endergebnis. Beide Mannschaften ließen es jetzt ruhiger angehen, um sich für das Spiel am nächsten Morgen nicht zu sehr zu verausgaben. Und der nächste Morgen kam.

Sonntagmorgen, 11:30 Uhr, gefrorene Plexiglasscheiben – willkommen auf der Außenfläche. Diesmal gab es leider kein Spiel vorab und die Scheiben mussten erst händisch enteist werden (Dank an die fleißigen männlichen Helfer), um den Zuschauern die Möglichkeit zu bieten, etwas zu sehen. Und die Zuschauer erhielten dank der fleißigen weiblichen Helfer(innen) auch wieder Kaffee und Kuchen. Es sind schon tolle Eltern, diese Eishockeyeltern!

Doch wieder folgte ein zäher Spielbeginn – mit einem feinen, aber ganz wichtigen Unterschied im Vergleich zum Vortag: Die Löwen gingen dreimal in Führung, bevor die Crashers zweimal – aber eben nur zweimal! – ausgleichen konnten. Florian Fichtner, Bogdan Pushkar und Lola Liang erzielten die jeweiligen Führungstreffer, bevor Chemnitz zweimal ausglich. Florian legte dann zum 4:2 in der 34. Minute nach, doch Chemnitz kam in doppelter Überzahl noch einmal auf 4:3 heran. Sollte das Spiel diesmal kippen?

Nein! In der 37. Minute jagte Jonathan Lorei die Scheibe ins Netz und sorgte kurz nach dem Beginn des letzten Drittels dann selbst für die Vorentscheidung, als er noch einmal zum 6:3 traf. Lola Liang machte den Sack mit dem 7:3 nur 25 Sekunden später endgültig zu. Die Treffer zum 8:3 und 9:3 durch Florian Fichtner in der 50. und Bogdan Pushkar in der 59. Minute waren dann eher kosmetisch von Bedeutung, nicht mehr für den eigentlichen Spielausgang.

Mit nunmehr 29 Punkten aus 14 Spielen belegen die Löwen den hervorragenden und zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht erwarteten dritten Tabellenplatz. Das Polster zum Abstiegsplatz beträgt bereits 26 Punkte bei drei weniger gespielten Partien, so dass die Mannschaft um Trainer Jan Barta – in Abwesenheit nennenswerter, dauerhafter Ausfälle – vorübergehend sogar noch weiter nach oben schielen kann. Immerhin stehen gegen den Tabellenzweiten EHC Erfurt noch drei Heimspiele an. Am Freitagabend geht es allerdings erst einmal nach Kassel, da hängen die Trauben erfahrungsgemäß sehr hoch, wenn Kassel mit voller Kapelle antreten kann.

Statistik des Wochenendes (beide Spiele addiert):

Tore: Florian Fichtner (6), Jonathan Lorei und Bogdan Pushkar (je 3), Alex Wagner und Lola Liang (je 2) und Nikolas Junnila (1)

Strafminuten: Löwen Frankfurt 22, EHC 03 Chemnitz 22