Mit 3:7 und 2:5 unterlag unsere U17 am Wochenende dem unangefochtenen Tabellenführer ES Weißwasser. Was sich nach klaren Niederlagen anhört und was man vor dem Wochenende vielleicht sogar unterschrieben hätte, waren fast über die gesamte Spielzeit offene Begegnungen, die auch zugunsten der Löwen hätten ausgehen können. Den jeweiligen Spielverlauf jedenfalls spiegeln diese Resultate nicht wider, auch wenn am Ende die Gäste aus der Oberlausitz nicht unverdient die Punkte mit auf dem Heimweg nach Sachsen nehmen konnten.

Zweieinhalb Drittel lang war am Samstag alles möglich. Dann die spielentscheidende Szene: Florian Fichtner tankt sich in Unterzahl durch und vermag es nicht, die Scheibe ins recht offene Tor zu schießen, sondern trifft – im ganzen Stadion hörbar – nur den Pfosten. Stattdessen gehen die Gäste aus Weißwasser im Gegenzug mit 4:3 in Führung. Pech und Pech liegen manchmal dicht beieinander. Danach ist die Luft raus und die Sachsen können noch drei weitere Treffer erzielen.

Zu Beginn kamen die Löwen gut ins Spiel, und Nikolas Junnila konnte nach schöner Kombination mit Florian Fichtner und Bogdan Pushkar zur 1:0 Führung einnetzen. Das war bereits der Pausenstand. Recht schnell dann im zweiten Drittel die 2:1 Führung für die Gäste, doch das konnte die Löwen nicht aus dem Rhythmus bringen. Marcel Zangl erzielte aus dem Lauf ansatzlos von der blauen Linie mit einem Schlenzer in den Winkel den Ausgleich zum 2:2. Die neuerliche Führung der Gäste konnte Alex Wagner nach Vorarbeit von Lola Liang und Eric Motisan unter tatkräftiger Mithilfe des sächsischen Goalies wieder ausgleichen. Überhaupt war das Spiel am Samstag geprägt von Torwartfehlern auf beiden Seiten. Eigentlich unfair, das so zu schreiben, denn die Fehler der Stürmer bei beiden Teams finden kaum einmal Erwähnung und erscheinen in keiner Statistik.

In der 52. Minute dann die oben bereits skizzierte Situation, mit der die Gäste den Torreigen der letzten acht Spielminuten eröffneten. Hier war viel mehr drin, aber es war dennoch eine sehr gute Leistung der Löwen gegen den Ligaprimus.

Sonntag dann das letzte Spiel in dieser Saison gegen Weißwasser, das sich insgesamt als faire und anständige Truppe in Frankfurt präsentierte. Im Gegensatz zu Samstag gingen die Löwen diesmal nicht in Führung, sondern wurden nach kurzer Nacht unsanft in der 3. Spielminute mit dem 0:1 geweckt. Kurz vor Ende des ersten Drittels dann sogar das 0:2. Mist. Pause. Wer dachte, das Spiel ginge jetzt willenlos den Bach hinunter, sah sich schwer getäuscht. Mehrere super Chancen konnte der gegnerische Goalie noch parieren, aber beim Penaltyschuss von Nikolas Junnila war er machtlos. Anschlusstreffer zum 1:2.

Dann machten die Löwen mächtig Druck und konnten schließlich – nach schwerem Abwehrfehler der Gäste – sogar in Unterzahl durch Bogdan Pushkar und schönem Zuspiel von Eric Motisan den Ausgleich zum 2:2 erzielen. Drittelpause. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ schallte es aus den Lautsprecherboxen. In dieser Saison leider nicht mehr, wie sich herausstellte, denn die Sachsen schafften es, in der 45. Minute erneut in Führung zu gehen. Innerhalb von 145 Sekunden Löwen-Blackout erzielten sie insgesamt drei Tore zum 2:5 Endstand. Auch in diesem Spiel fiel das Ergebnis zu hoch aus. Der Tabellenunterschied machte sich im Spielverlauf kaum bemerkbar – aber die sechs Punkte gingen gleichwohl mit auf die Heimreise der Gäste nach Weißwasser. Glückwunsch!

Statistik beider Spiele:

Tore: Nikolas Junnila (2), Marcel Zangl, Alex Wagner und Bogdan Pushkar (je 1)

Strafminuten: Löwen Frankfurt 16, ES Weißwasser 6