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U17

Wissenschaft & Eishockeypraxis: Forschung unter Beteiligung von U17-Löwen wird ausgezeichnet

Im Rahmen des 14. Symposiums der Kommission Sportspiele der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), das an der Deutschen Sporthochschule Köln stattfand, wurden erstmals junge Wissenschaftler:innen für eine Nachwuchs-Auszeichnung nominiert. Der Preis für „einen herausragenden wissenschaftlichen Beitrag zur Sportspielforschung“ (dvs) wurde an Judith Ahle, Doktorandin an der Goethe-Universität Frankfurt, verliehen. Gemeinsam mit ihrem Team erforscht sie unter anderem die individuellen Auswirkungen gleichzeitiger motorischer und kognitiver Anforderungen unter Zeitdruck bei Eishockeyspieler:innen.

Wie Wissenschaft und Praxis zusammenarbeiten und Forschungsergebnisse direkt in die Praxis übertragen werden können, zeigt die Zusammenarbeit mit den Löwen Frankfurt: Im vergangenen Jahr nahm unsere U17 im Rahmen einer Pilotstudie an der Forschung teil (wir berichteten). Die dabei gewonnenen Erkenntnisse trugen dazu bei, das Testverfahren erfolgreich in die Diagnostikbatterie der DEB-Nationalteams im Rahmen des in:prove-Projekts aufzunehmen.

Das vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Projekt kooperiert eng mit Olympischen Spitzenverbänden und fokussiert die individuelle Leistungsentwicklung von Bundeskaderathlet:innen durch ein multifaktorielles Diagnostik-Inventar (u.a. Motorik, Psychologie, psychosoziale Aspekte, Physiologie). Am Projekt beteiligt sind neben der Goethe-Universität Frankfurt (Prof. Dr. Karen Zentgraf, Prof. Dr. Lena Wiese) die Deutsche Sporthochschule Köln (Prof. Dr. Dr. Markus Raab) und die Justus-Liebig-Universität Gießen (Prof. Dr. Karsten Krüger, Prof. Dr. Michael Mutz).

Die aus dieser Teilstudie generierten Daten werden genutzt, um motorisch-kognitive Anforderungen in komplexen Situationen on-ice messbar zu machen. Im Mittelpunkt steht, individuelle Leistungsreserven im Umgang mit solchen Szenarien bei Athlet:innen zu erkennen und so Ansatzpunkte für ein gezieltes Training zu schaffen. 

Dieses Beispiel zeigt, wie wertvoll die Kooperation zwischen Wissenschaft und Leistungssport ist. Ein besonderer Dank gilt dem Deutschen Eishockey-Bund und den Löwen Frankfurt, den beteiligten Wissenschaftler:innen sowie allen Athlet:innen und Trainer:innen, die diese Kooperation unterstützt und möglich gemacht haben.